Descrizione
Ausgabe herausgegeben von Andreas MeyerDie große konzertante Geste und das selbstvergessene, um äußere Wirkungen unbekümmerte Spiel, die unheimliche Nachtseite der Romantik und das häusliche Glück im stillen Winkel – der späte Schumann bietet widersprüchliche Perspektiven und extreme, zuweilen »experimentelle« Antworten auf Fragen seiner Zeit und seiner künstlerischen Existenz. Einen auffälligen Schwerpunkt im Schaffen der Jahre ab 1850 bilden Kompositionen für Streichinstrumente – Konzerte, Kammermusik, Bearbeitungen. Der späte Schumann entdeckt die »Farbe« der Streicher gewissermaßen neu, unbekümmert um spielerische Konventionen und gattungsästhetische Erwartungen. Die Autoren dieses Bandes unternehmen eine Annäherung an dieses so faszinierende wie rätselhafte Werk, das infolge von Schumanns Erkrankung in Teilen zunächst nur zögerlich oder gar nicht veröffentlicht wurde. Thematisiert werden außerdem Fragen der Interpretation und der Schumann-Rezeption im 20. Jahrhundert.Verlag: Schott Music ED21432Inhalt:Andreas Meyer: VorwortReinhard Kapp: Schumann als ViolinkomponistThomas Seedorf: »Schumann ist anders«. Das Klaviertrio g-Moll Op. 110 / von Wolfgang Rihm aus betrachtetChristina Richter-Ibánez: Von »Dunklen Saiten«, Märchen und »Aschenmusik« / Bezüge zu Schumanns Spätwerk für Streicher in Kompositionen der JahrtausendwendeJohannes Zimmermann: Denkmalsturz: Schumann als Platzhalter für MendelssohnHein von Loesch: Satztechnische Pointen in Schumanns Cellokonzert Op. 129Siegfried Eipper: Mehr als ein Gelegenheitsstück. Zur formalen und stilistischen Konzeption von Schumanns Phantasie für Violine und Orchester Op. 131Andreas Meyer: Riskantes Modell: Kontaktverlust, Eskapismus und gelungene Sozietät in Schumanns ViolinkonzertKojla Lessing: Zweite und Dritte Violinsonate / Bachrezeption und biographische Aspekte im Spätwerk SchumannsMichael Struck: Paenultima ratio. Offene Fragen zu Schumanns Dritter ViolinsonateReinhard Kapp: Zur Position der Binnensätze in Schumanns Dritter ViolinsonateHans-Joachim Hinrichsen: Schumanns »Märchenerzählungen« Op. 132: Möglichkeiten und Grenzen der InterpretationsanalyseTobias Pfleger: Staccato, Portamento und »Vibratoschweller«. Hinweise zur möglichen Auführungspraxis der »Märchenerzählungen« Op. 132AbbildungsnachweiseKurzbiographienRobert Schumann – das Spätwerk für Streicher – Libri


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